Cosmos

Skatebård ist ein cooler Hund. Wie fast jeder, der aus Bergen, Norwegen, stammt, dort Musik macht und sagen kann, auf Tellé debütiert zu haben. Das Schöne an Bård Lødemel ist aber, dass er die Vorschusslorbeeren dieser Hipness aus tollem Plattendesign, Agit-Frisuren und altmodischen Skijacken stets in bare Münze umwandeln konnte. Seine Musik verbindet den Käseschimmel der Italodisco mit New-Wave-Zitaten sowie den starren Formen von House und löst so gleich mehrere Zwickmühlen mit einem Schlag auf. Cosmos versammelt nun einige Hits seiner letzten Maxis für Radius, Sex Tags Mania oder Supersoul sowie neues Material. Das weithin übersehene Juwel „Vuelo“ darf ebenso ein Wiedersehen feiern wie der Brecher „June Nights South Of Siena“ oder das sensible Panflöten-Gedicht „Marimba“. Den brandneuen, genau acht Minuten und acht Sekunden langen 808-Jam „Early Morning“ hätte selbst der ägyptische Liebhaber nicht besser hinbekommen. Skatebård rollt durch sein eigenes Universum, das auch ohne die Gaststimme von Annie auf dem versteckten Bonus „Love Attack“ komplett und schlüssig gewesen wäre.

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