c/o pop Festival Compilation

So abwechslungsreich und vielfältig sich die diesjährige c/o pop darstellte, verhält es sich sinnigerweise auch mit dem begleitenden Sampler. 22 Künstler, die dort auftraten, finden sich hier wieder und geben einen guten Eindruck, was sich bei dem Popkomm-Ersatz an fünf verregneten Tagen im August bei Konzerten und durchgefeierten Clubnächten in Köln abspielte. Die erste CD beginnt mit den Pipettes und Camera Obscura rockig, Von Spars „Terror Of Sleep“ leitet dann den elektronischen Reigen ein. Mit „Cologne“ folgt ein ganz starker Vocal-House-Track von Werle & Stankowski, den die bepopen exklusiv für diese Doppel-CD produzierten. Ebenfalls eine Huldigung, allerdings nicht an die Stadt, sondern an die Kölner Institution Kompakt, steuern Klee bei. Highlight ist der sich langsam aufbauende und an Fahrt gewinnende Pantha Du Prince-Remix von Phantom/Ghosts „Relax, It’s Only A Ghost“. Das Ende dieser CD gehört Geiger, der in zehn Minuten ein elektronisches Wechselbad der Gefühle inszeniert. Auf der zweiten CD dominiert der Track-Charakter. Ungemixt entsteht ein Clubbild, das symptomatisch ist. Die Dirt Crew treibt ihr Spiel mit minimaler Opulenz; dass Techno funky sein kann, beweisen Swimmingpool mit der Maxiversion ihres Clubhits „Chic Plaza“, und Popnonames „Romance“ ist ein solpopes Technogebilde Kölner Schule. Nicht nur für Besucher der c/o pop ist diese Zusammenstellung ein gelungenes Beispiel, wie verschiedene Stile mischen und kombinieren werden können. Gefühlte Gemeinsamkeit stellt sich ein, die nicht auf geteilter Musikstilliebe basiert.

Tipp: Swimmingpool „Chic Plaza (Maxi Version)“, Narcotic Syntax „Fusión Nuclear“, Von Spar „Terror“