Chin Chin

Manchmal reicht es schon, als Band aus New York zu kommen oder dort eine Briefkastenfirma anzumelden. Der Nährboden, den DFA, !!! und all die anderen so fabelhaft beackern treibt nun an allen Ecken und Enden Blüten. Truppen wie The Escort lassen vergessen, dass der smarte Indie-Underground den DJ lange Zeit hängen wollte. Und den keimfreien Laptop-Grooves tut ein wenig Menschlichkeit als Gegenstück gut. Chin Chin schlagen also genau an dieser Stelle ein. Im Gründungsjahr 2001 ursprünglich ein Trio, drängen sich auf der Bühne mittlerweile zehn Leute. Hört man auch auf dem Album. Da wird von messerscharfen Bläsern bis zur Triangel alles in die Wagschale geworfen, was Röhrenhosen in der Sommerhitze schwitzen lässt. Bis zur Kongenialität des LCD Soundsystems ist es zwar noch ein großer Sprung, aber die Jungs brauchen ja auch mal ne Pause.

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