Beyond An Infinite

Der englische Produzent Kirk Degiorgio ist ja schon so etwas wie eine Legende, hat er doch als As One, Future/Past oder Esoterik auf seinem eigenem Label Applied Rhythmic Technology oder zu Gast bei B12 die Ästhetik Detroit-infizierten Technosouls maßgeblich mitgestaltet. Doch was er hier mit dem Sänger Simon Jinadu entwirft, gehört trotz der unbestreitbar brillant ausgearbeiteten Klangwelt zur klebrigsten NuSoul-Muzak, die man in diesem Jahr hören kann. West-Coast-Falsett im Satzgesang trifft auf orchestralen Cinemascope-Flächenbombast aus dem Hause Deodato. Bewusst „erwachsen“ gewordener elektroakustischer Kitsch in einer Zuckergussdosierung von positiv unendlich, die selbst beim zunächst verheißungsvollen Start von „Don’t You Know“ nur unzureichend durch die Pastell-Acpoplinie gerettet wird. Irgendwie wirkt da bezeichnend, dass beim Engineering dieser Platte mit Peter Henderson der Produzent von Supertramps „Breakfast In America“ die Finger im Spiel hatte.

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